Die Herstellung von Landmaschinen hat in Jičín eine mehr als hundertjährige Tradition. 1888 gründete František Knotek, der Kaufmann von Jičín, mit seinen zwei Brüdern eine Fabrik zur Fertigung von Landmaschinen und -geräten. Das Produktionssortiment umfasste unter anderem Pflüge, Saat-, Hack- und Wendemaschinen, Rechen, später auch Dreschmaschinen. 1895 wurde die Herstellung von Gras- und Getreidemähern und 1904, nach siebjähriger Entwicklung, die Fertigung von Mähbindern eingeführt. Die hochwertigen Erzeugnisse waren auf dem tschechischen Markt sowie auf den Märkten Österreich-Ungarns und im Zarenrussland gut zu verkaufen. Das Unternehmen wurde mit wachsendem Interesse an der produzierten Ware allmählich erweitert. Zu dieser Zeit wurden im Betrieb bereits über 100 Mitarbeiter tätig. 1913 wurde eine Tempergießerei aufgebaut und 10 Jahre später wurde die Produktion von Stahlklingen und -passtücken für Schmiede- und Gießfinger der Mähbalken aufgenommen, die bis dahin aus Deutschland eingeführt wurden.

In den 30er Jahren wirkte sich die weltweite Wirtschaftskrise bei der Firma Knotek a spol. auf die Produktionsreduzierung und den Abbau der Arbeitsplätze aus. Zu einer Wiederbelebung kam es erst 1936, wo die Firma ihren bisher größten Aufschwung erlebte. Die Anzahl der Mitarbeiter stieg bis auf 800. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Produktion wieder eingeschränkt, 1945 belief sich die Anzahl der Mitarbeiter auf 426.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Unternehmen verstaatlicht, es wurde zum Bestandteil der Unternehmensgruppe Agrostroj. Zu den Hauptprodukten gehörten Binder, Grasmäher und Kartoffelroder. 1950 wurde die Handelsfirma auf Agrostroj Jičín, národní podnik (volkseigener Betrieb) geändert. Die Produktion wurde neu auf Getreide-, Futter- und Hackfruchterntemaschinen ausgerichtet.

1965 wurde Agrostroj Jičín zum Bestandteil von VHJ Zbrojovka Brno, wo die wichtigsten Landmaschinenhersteller zur Verbindung der forschungswissenschaftlichen und Entwicklungsbasis konzentriert wurden.

Ende 1964 wurde der Umbau eines Teils der Gießerei zur Werkstatt für die Bearbeitung von Zwischenzylindern der Verbrennungsmotoren gestartet. Nach und nach wurden eine mit elektrischen Induktionsöfen ausgestattete Schmelzerei sowie eine Gießhalle gebaut und es wurden Bearbeitungsstraßen aufgestellt. Inbetriebnahme erfolgte Ende 1966.

Mit der Einführung der Produktion von Zwischenzylindern stieg wesentlich das technische Niveau des Betriebs. Es wurden bis zu 1 Mio. Zwischenzylinder pro Jahr gefertigt. Zu den Hauptabnehmern gehörten Zetor Brno, Liaz Jablonec nad Nisou, Avie Praha und ZŤS Martin.

In den 70er und 80er Jahren verzeichnete Agrostroj als ein Betrieb mit Monopolstellung in der Herstellung von Rübenmaschinen und kleinen landwirtschaftlichen Maschinen eine gewaltige Entwicklung im Rahmen der RGW-Länder. Die Mitarbeiteranzahl erhöhte sich sogar auf 3.000.

Was die Rübenmaschinen betrifft, es wurde der erfolgreiche Typ der selbstfahrenden 6-Reihen-Schneidemaschine unter dem Handelsnamen 6-OCS gefertigt. Für die Montage dieser großen Vollerntemaschinen wurde 1978 der Bau einer Montagehalle und 1982 eines Materialzentrallagers fertig gestellt.

Im Bereich der kleinen landwirtschaftlichen Maschinen wurde die Lizenzproduktion von Gutbrod - angetriebener Erntemaschine MF 70 und Baukastenmaschine Terra aufgenommen. Die Lizenzprodukte wurden allmählich durch Produkte eigener Konstruktion, und zwar unter der Bezeichnung VARI-System, das im Zweigbetrieb in Libice nad Cidlinou hergestellt wurde, im Jahre 1986 und UNI-System im Jahre 1990 ersetzt.

Die Produktion orientierte sich deutlich auf die RGW-Märkte, so dass die politische Wende 1989 den Verlust des Marktes in sehr kurzer Zeit bedeutete, der zu dem Zeitpunkt über 90 % des Absatzes ausmachte.

Aus VHJ Zbrojovka, später in Agrozet umbenannt, scheidet das Unternehmen1990 aus und zum 1.1.1991 wurde es in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Zum 1.1.1990 verselbständigte sich der Zweigbetrieb in Libice nad Cidlinou. Das Unternehmen wurde im Rahmen der 2. Welle der Couponprivatisierung 1994 privatisiert.

Die 1. ordentliche Hauptversammlung der Aktionäre fand am 9.5.1995 statt. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Gesellschaft zu einer Privataktiengesellschaft ohne Beteiligung des Auslandskapitals. Das Kontrollaktienpaket erhielt die Firma SECO, a.s., Turnov. 1996 wurde die Firma in AGS Jičín a.s geändert.

Neue Eigentümer beschlossen die Erhaltung der bestehenden Produktpalette und leiteten die komplizierte Umstrukturierung der Gesellschaft ein.

2001 erfolgte die Fusion der Aktiengesellschaften AGS, SECO, Seco Trans, Seco GROUP und Eligius. Die Fusion wurde im Handelsregister zum 4.2.2002 rechtskräftig eingetragen und sie hatte zur Folge die Auflösung der oben genannten Aktiengesellschaften durch ihren Zusammenschluss mit der übernehmenden Gesellschaft Seco GROUP.
Die Handelsmarke AGS wurde beibehalten.

Die Gesellschaft ist eine juristische Person, die gemäß dem tschechischen Recht auf unbestimmte Zeit errichtet wurde.

Die gegenwärtige Produktpalette wurde in den 90er Jahren stabilisiert, insbesondere durch die Einführung der Produktion von Kleintraktoren zur Pflege der Grasflächen, durch die Aufstellung neuer Schmelzöfen mit gleichzeitiger Umstellung fast ausschließlich auf die Produktion von Gusseisen mit Kugelgrafit für die Autoindustrie, und im Bereich der Zwischenlager insbesondere durch die Aufnahme der Lieferungen für einen bedeutenden finnischen Hersteller von SISU-Diesel-Motoren.

Um die Wettbewerbsfähigkeit eigener Produkte auf dem Markt zu erhöhen, wurde der Mehrheitsanteil an zwei ausländischen Gesellschaften erworben: In China an AGS-Haizhu für den Bereich der Zwischenzylinder und in Bosnien und Herzegowina an TMD-AGS für den Bereich der kleinen landwirtschaftlichen Maschinen.
Einleitung
Seco GROUP, a.s. , Šaldova 408/30, 186 00 Praha 8
tel.: 493 500 111, fax: 493 500 876, mail: ags@ags.cz, web: www.ags.cz
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